Hinweise zur Gasabrechnung

Allgemeine Erläuterung der Gasabrechnung

Die Abrechnungen des Gasverbrauchs unserer Kunden erfolgt auf Grundlage des DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.) Arbeitsblattes G 685 „Gasabrechnung“.


Berechnung der Thermischen Energie

Ein Gaszähler ermittelt das verbrauchte Gasvolumen in Kubikmeter (m³).

Das gemessene Volumen wird mittels einer mathematischen Formel auf einen einheitlichen Zustand, den sogenannten Normzustand (bei 0°C und 1,01325 bar Druck auf Meereshöhe), der sogenannten z-Zahl, umgerechnet. Abhängig von der jeweiligen geodätischen Höhe und dem Ausgangsdruck am Gas-Druckregelgerät ergeben sich beispielsweise folgende z-Zahlen in den Ortschaften unseres Versorgungsgebietes und einem Ausgangsdruck am Gas-Druckregelgerät von 22 mbar.

 
Kernstadt
Beinstein
Bittenfeld
Hegnach
Hohenacker
Neustadt
Gasdruck (mbar)
22
22
22
22
22
22
Geodätische Höhe (m)
250
233,5
258,5
283,5
283,5
283,5
Gastemperatur (°C)
15
15
15
15
15
15
Mittlerer Luftdruck (mbar)
986,00
987,98
984,98
981,98
981,98
981,98
Zustandszahl
0,9430
0,9449
0,9421
0,9393
0,9393
0,9393
             

Monatlich wird ein Mittelwert des Energiegehaltes des gelieferten Gases ermittelt. Das ist der Brennwert in Kilowattstunden pro Kubikmeter (kWh/m³). Aus den monatlichen Brennwerten des Abrechnungszeitraumes wird entsprechend einer vorgeschriebenen Wichtung der Abrechnungsbrennwert ermittelt.

Das mittels z-Zahl normierte Volumen wird mit dem Abrechnungsbrennwert multipliziert. Als Ergebnis erhält man die Thermische Energie in Kilowattstunden (kWh).

Auf Ihrer Rechnung ist neben dem gemessenen Volumen in Kubikmetern (m³), der z-Zahl, dem Abrechnungsbrennwert in Kilowattstunden pro Kubikmeter (kWh/m³) die berechnete Thermische Energie in Kilowattstunden (kWh) angegeben.


Abgrenzung mittels Gradtagszahl

Der Gasverbrauch unterliegt, sofern das Erdgas zum Heizen genutzt wird, sehr großen jahreszeitlichen Schwankungen. In den Wintermonaten werden fast 50 % der Jahresheizenergie benötigt, in den Sommermonaten für Heizzwecke so gut wie keine.
Um während der Abrechnungsperiode Abgrenzungen durchzuführen, ohne dass ein Zählerstand ermittelt wurde, wird mit Hilfe der sogenannten Gradtagszahlen der Verbrauch aufgeteilt.

Die Gradtagszahlen sind die Differenz zwischen der durchschnittlichen Tagestemperatur und der durchschnittlichen Raumtemperatur von 20 °C. Beispielhaft beträgt die Gradtagszahl an einem Tag mit 7 °C (Mittelwert der Tag- und Nachttemperaturen) 13 (20 °C Raumtemperatur abzüglich 7 °C Außentemperatur). Die Gradtagszahl ist 0 (kein Heiztag), wenn der Mittelwert der Lufttemperatur größer oder gleich 15°C (angenommene Heizgrenze) ist. Die Gradtagszahlen werden durch den Deutschen Wetterdienst bekannt gegeben.